Aufgrund seines natürlichen Ursprungs und seiner weitgehend gesundheitsfördernden Eigenschaften, wird das Thema Nebenwirkungen bei CBD oft nicht wirklich ernst genommen.
Worauf beim Konsum geachtet werden muss und wer potentiell ungewollte Nebeneffekte davontragen könnte, erfahren sie in diesem Artikel.
Warum CBD Nebenwirkungen hervorrufen kann
CBD wird, genauso wie die meisten Medikamente, in der Leber verstoffwechselt. Da CBD insbesondere Einfluss auf die Enzymfamilie Cytochrom P450 hat, können ungewollte Nebenwirkungen, bei gleichzeitigem Konsum von Medikamenten auftreten. [1]
Insbesondere Medikamente, die durch die Enzyme CYP2C19 & CYP2D6 verarbeitet und abgebaut werden, können in ihrer Wirkungsart und -dauer durch CBD verfälscht werden.
Die daraus resultierenden Nebenwirkungen äußern sich in Form von längerer Wirkungsdauer, stärkerer Wirkung oder verkürzter Wirkungszeit. Gesundheitlich bedenklich kann diesinsbesondere bei der Einnahme von Blutverdünnern oder Neuroleptika werden.
Generell ist auch immer die Dosis für die entsprechende Wechselwirkung verantwortlich. Ernsthafte Probleme treten in der Regel nur auf, wenn CBD in sehr hohen Mengen eingenommen wird, Komplikationen sind jedoch auch bei geringeren Dosen nicht auszuschließen.
Diese Medikamente verursachen Wechselwirkungen
Wie eingangs erwähnt, können ungewollte Nebenwirkungen bei praktisch allen Medikamenten auftreten, die unter die Enzymgruppe Cytochrom P450 fallen und von dieser verstoffwechselt werden.
Eine grobe Zusammenfassung bekannter Medikamente und Medikamentenarten haben wir hier zusammengestellt:
Säurehemmer:
- Pantoprazol
- Omeprazol
Antiepileptikum:
- Clobazam
Neuroepileptikum:
- Risperidon
Blutverdünner:
- Warafin
- Phenprocoumon
Schmerzmittel:
- Diclofenac
Generell sollte immer gelten:
Falls Medikamente eingenommen werden, egal ob regel- oder unregelmäßig, sollte in erster Linie kein CBD konsumiert werden. In jedem Fall sollte vor dem Erstkonsum ein Arzt konsultiert und dessen Meinung eingeholt werden, um ungewollte Nebenwirkungen auszuschließen oder minimieren zu können.
CBD in der Schwangerschaft
Für schwangere Frauen ist vieles im Leben nicht mehr so, wie es bisher war. Neben dem Verzicht auf sämtliche bekannte Drogen, wie Alkohol oder Nikotin, sollte auch der Konsum von CBD auf der Strichliste stehen. Denn auch wenn CBD sicherlich bei den gesundheitlichen Beschwerden der Betroffenen helfen kann, so kann es tatsächlich auch dem ungeborenen Kind schaden.
2013 belegte eine Studie, dass sich der Konsum von CBD negativ auf die Plazenta und den Embryo auswirken kann. Die Studie geht davon aus, dass die Plazenta und deren Schutzfunktion durch den Konsum von CBD beeinträchtigt werden kann und das ungeborene Kind somit mit höherer Wahrscheinlichkeit mehr ungefilterte Stoffe aufnimmt. Je nach Ernährungsverhalten und Konsummuster der Mutter, kann der Embryo somit auch mehr Giftstoffe aufnehmen, als normalerweise üblich. [2]
Zudem steht CBD im Verdacht auch die morphologischen und physiologischen Eigenschaften der
Plazenta zu verändern und deren natürliche Charakteristika zu beeinflussen. Allein aus diesen
Gründen sollte auf den Konsum von CBD während der Schwangerschaft verzichtet werden.
Der Grapefruit-Test
Um ihnen eine leicht verständliche Testmethode zu verraten, mit der sie herausfinden können ob ihr eingenommenes Medikament möglicherweise inkompatibel mit gleichzeitigem CBD-Konsum ist, braucht es nicht vielmehr als eine Grapefruit.
Der Hintergrund ist leicht erklärt:
Da die Grapefruit, praktisch CBD-gleiche Auswirkungen auf das Cytochrom P450 hat, kann man also einen einfachen Vergleich ziehen. Falls der Arzt oder die Packungsbeilage von dem Konsum einer Grapefruit während der Medikation abraten, so kann man in aller Regel auch davon ausgehen, dass CBD-Konsum ebenfalls negative Auswirkungen auf das eingenommene Medikament haben wird. [3]
Wichtig:
Der Grapefruit-Test sollte keinesfalls einer medizinische Beratung gleichgestellt werden. Vielmehr soll er eine grobe „Faustregel“ darstellen um eine Ahnung von der jeweiligen medizinischen Ausgangssituation zu erhalten.
Achtung bei minderwertigen CBD-Produkten
Eines wollten wir bei dem Thema Nebenwirkungen von CBD nicht unerwähnt lassen – Die Gefahr von minderwertigen CBD-Produkten. Da CBD-haltige Ware keinen einheitlichen Endkontrollen oder ähnlichem unterliegt, gibt es Öle und Co. in sehr unterschiedlichen Qualitäten zu erwerben.
Viele Hersteller bieten CBD-Präparate ohne eindeutige Deklarierung der Inhaltsstoffe an – Diese Ware sollte generell gemieden werden. Denn wer nicht exakt preisgibt, was sich in dem jeweiligen Produkt befindet, der ist sich entweder über die Verunreinigungen im Klaren oder führt bewusst keine genauen Analysen seines Produktes durch.
Verunreinigte CBD-Produkte, welche keine konkreten Angaben zum Inhalt machen, gehen noch weit über die möglichen Nebenwirkungen und Folgen von reinem CBD hinaus. Es wurden bereits viele Chemikalien und Pestizide in verschiedenen Präparaten gefunden, welche schwerwiegende Folgen für die Gesundheit des Konsumenten darstellen können.
Daher gilt: Kaufen sie ausschließlich CBD-Produkte in Bio-Qualität und informieren sie sich gründlich über Produkt und Hersteller, bevor sie den Kauf tätigen.
Autor: Leon Wehner
Quellenverweis: